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1. Entwicklung des Vereins



1. Entwicklung des Vereins

Im Februar 1922 wurde von den zehn Schachfreunden Fritz Baumann Peter Buckel, Jakob Ewalt, Fritz Hahn, Fritz Knirim, Heinrich Puth, Georg Ritter, Fritz Schneider, Christian Völp, und Hugo Weber der Schachclub Bergen 1922 im Gasthof " ZUM GOLDENEN ENGEL " gegründet, um das Schachspiel in Bergen vereinsmäßig aufzuziehen, zu fördern und einem breiten Kreis der Bevölkerung zu vermitteln. Der Schachclub war politisch neutral. Mitglied konnte jeder gutberufene Einwohner werden, ungeachtet seiner politischen bzw. religiösen Einstellung. Innerhalb weniger Monate gehörten dieser Gemeinschaft 40 Mitglieder an.

Um diese Zeit lief die Inflation auf vollen Touren. Schachgarnituren wurden gekauft, wo immer man sie erwerben konnte und wenn das bei den Mitgliedern gesammelte und erforderliche Geld vorhanden war. Keine Schachgarnitur sah der anderen ähnlich. Innerhalb des Clubs trug man Turniere aus, um die Spielstärke der Mitglieder zu erkennen. Der Club trat dem Deutschen Schachbund bei und beteiligte sich an den Turnieren des Verbandes. Der Erfolg blieb nicht aus. Zu den qualifizierten Spielern gehörten damals die Schachfreunde Heinrich Eller, Fritz Görg, Richard Köppen, Wilhelm Rohrbach, Heinrich Schröder sowie Hermann Stange. Nach der Geldumstellung wurden ab dem Jahre 1924, den Verbandsregeln entsprechende Schachfiguren und -uhren angeschafft bzw. von Mitgliedern gestiftet. Das Spiellokal wurde in dieser Zeit mehrfach gewechselt. Von 1932 – 33 Gasthaus Zeitz Marktstraße, 1933 – 34 Gastwirtschaft Steinmetz, 1935 – 36 wieder im Goldenen Engel. Eine Vereinstafel wurde angefertigt und von Fritz Baumann das Tischbanner entworfen, welches heute noch vorhanden ist. Bei allen Schachfreunden herrschte großer Idealismus.

Die Entwicklung des Schachclubs wurde im Jahre 1933 durch die veränderten politischen Verhältnisse jäh unterbrochen. Der Schachclub Bergen 1922 sollte mit dem Arbeiter-Schachverein, der sich sofort auf die neue politische Situation eingestellt hatte, gleichgeschaltet werden, was die Mitglieder des Schachclubs jedoch nicht wollten. Die Gleichschaltung von Vereinen erfolgte damals zwangsweise. Der alte Schachclub Bergen 1922 löste sich auf war aber damit nicht tot, aber für lange Zeit aufs Eis gelegt. Im Jahre 1938 erfolgte die Wiedergründung im Rahmen des NS-Gemeinschaftswerkes der Organisation KdF. In spielerischer Hinsicht gab es einen Aufstieg im Verein. Das Kriegsturnier 1940/41 war sehr erfolgreich.

Nach dem Zusammenbruch 1945 war es SF Fritz Knirim, der mit sieben weiteren ehemaligen Mitgliedern, die nicht Mitglied der Partei waren, bei der Besatzungsbehörde den Antrag auf die Wiederzulassung des Vereins stellte. Diesem Antrag wurde im Jahre 1946 stattgegeben und der Schachclub wurde wieder zu neuem Leben erweckt. Am 20.02.1946 war im Gasthaus "Conradi" in Anwesenheit von 11 Mitgliedern, die abermalige Neugründung des Vereins. Es wurde beschlossen den Verein von nun an "Schachverein Bergen-Enkheim" zu nennen. Zum 1. Vorstand wurde SF Fritz Knirim gewählt. Ab 07.10.1947 wurde der Verein in "Schachclub Bergen-Enkheim" umbenannt. Der Schützenhof wurde neues Vereinslokal.

Seit 1949 gehört der SCBE wieder dem Hessischen Schachverband an.
Dem Verein gehörten am 30.06.1949, 29 aktive Mitglieder an. Vereinslokal war wieder das Gasthaus "Conradi".

- Ab 11.11.1953 wird der Gasthof "Zur Schönen Aussicht" neues Vereinslokal

- 1962 wurde von Fr. Emilie Geisel (Tochter von Fritz Baumann) eine Plakette gestiftet.

- der SCBE ist seit 01.04.1977 im Vereinsregister eingetragen. Die 1. Satzung wurde erstellt.

-Die neue Stadthalle Bergen ist seit dem 25.8.1978 bis heute, das Vereinslokal des SCBE

Designanpassung von Rolf Biermas für den Schach Club Bergen Enkheim